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Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Stadtrundgang zu den Stolpersteinen

Offene Stadtführungen 2021

Vor über 75 Jahren endete auch in Solingen die nationalsozialistische Herrschaft, alliierte Truppen brachten die Befreiung vom Faschismus. Die Verbrechen der Nazis wurden offenbar. Auch viele Solinger*innen waren zuvor Opfer der Nazis geworden.

Der Rundgang führt zu einigen der Stolpersteine in Solingen, die an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft erinnern. Das Schicksal der Opfer sowie deren Lebensumstände und die Zusammenhänge von Verfolgung und Widerstand in Solingen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in diesem Zusammenhang thematisiert.

Der Rundgang dient aber nicht nur der Erinnerung. Er soll Anregungen geben, sich mit der aktuellen Rechtsentwicklung auseinanderzusetzen.

Treffpunkt: Solingen-Ohligs, vor dem Hauptbahnhof, an der Uhr

Wegen der Corona Bestimmungen ist eine vorherige Anmeldung beim Exkursionsleiter Hans-Günter Koch erforderlich, per Mail unter hgkoch@t-online.deoder telefonisch unter der Rufnummer: 0212 31 81 30.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Hans-Günter Koch 21.8.21 1* Sa: 14:00-15:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5298s@221
5.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Führung über den jüdischen Friedhof

Der jüdische Friedhof in Solingen ist einer von ca. 2.400 jüdischen Begräbnisstätten in Deutschland. Heute dienen diese vielfach auch als Quelle der Kultur-, Sozial- und Religionsgeschichte. Durch ihre Nutzung als lokale Geschichtsquelle haben sich die jüdischen Friedhöfe darüber hinaus zu einem bedeutenden Lernort entwickelt, der mittlerweile auch im öffentlichen Bewusstsein fest verankert ist.

Der jüdische Friedhof in Solingen wird bereits um 1718 erwähnt; der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1820. Die letzte Beerdigung fand im April 1941 statt. Nach der Zerstörung der Synagoge im November 1938 ist der Friedhof das einzige und letzte öffentlich sichtbare Zeugnis jüdischer Religion und Kultur in Solingen. Im Spätherbst 1987 übernahm die Gesamtschule Solingen die Patenschaft über den jüdischen Friedhof. Seitdem wird der Friedhof von einer Arbeitsgemeinschaft junger Schüler*innen betreut und gepflegt. Die Führungen über den jüdischen Friedhof am Estherweg stehen unter der Leitung von Simone Sassin, der aktuellen Leiterin der AG, und Michael Sandmöller, dem ehemaligen Leiter.

Treffpunkt für die Führungen ist das Friedhofstor am Estherweg. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Michael Sandmöller 12.9.21 1* So: 11:00-12:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5295s@221
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Wuppertal

Das Ende der Zeitzeugenschaft. Wie werden wir uns zukünftig an den Nationalsozialismus erinnern?

Politische Runde mit Dr. Elke Gryglewski

In den Rundenbüchern der Politischen Runde tauchte in den 1980er Jahren ein Thema auf, das die die Runde seitdem begleitet: Die Erinnerung an den Nationalsozialismus. Die aufkommende Erinnerungskultur der 1980er Jahre mit der Schaffung von Denkmälern, Ausstellungen und der Begegnungsstätte Alte Synagoge hat sich auch in den folgenden Jahrzehnten niedergeschlagen. Aber wie wird sich die Erinnerung an den Nationalsozialismus und die Shoah, den deutschen Zivilisationsbruch des 20. Jahrhunderts, in Zukunft entwickeln? Welche Fragen stellen sich schon heute an die Gedenkstättenarbeit in Zeiten zunehmender antisemitischer und rassistischer Anschläge? Wir suchen zusammen mit Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der niedersächsischen Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, nach Antworten auf diese Fragen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Elke Gryglewski 13.9.21 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
10-1103w@221
0.00 €
wenige Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Arbeiter*innen gegen Nationalsozialisten

Widerstand bei Bemberg und in Heckinghausen

Das traditionelle Arbeiterquartier Heckinghausen und die Belegschaft von Bemberg waren lange Zeit die "Speerspitzen" der Wuppertaler Arbeiterbewegung im Kampf für erträgliche Arbeits- und Lebensbedingungen und im Kampf gegen die Nationalsozialisten. Insbesondere die Gegend um die Ziegelstrasse entwickelte sich zu einer starken Hochburg der KPD.

Am Ende der Weimarer Republik, die Wirtschaftskrise sorgte für entsetzliche Notlagen in den Arbeiterfamilien, war Heckinghausen Schauplatz von bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen mit Toten auf beiden Seiten. Der Kampf gegen die SA wurde mit militanten Mitteln geführt, es kam zu Plünderungen von Lebensmittelgeschäften und zum Sturm auf das Wohlfahrtsamt,um gegen die (erneuten) Kürzungen der Fürsorgeleistungen zu protestieren. Mit Panzerwagen versuchte die Polizei die Gegend um die Ziegelstrasse wieder unter staatliche Kontrolle zu bekommen.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlagerte sich der Widerstand in die Betriebe.

Insbesondere bei Bemberg entwickelten sich 1934-1935 starke illegale Gewerkschaftsgruppen, die Flugblätter und Betriebszeitungen erarbeiteten und verteilten. Es kam sogarzu einem Kurzstreik gegen die schlechten Arbeitsbedingungen. Ab Januar 1935 zerschlug die Gestapo die Gewerkschaftsgruppen bei Bemberg und in den anderen Betrieben und nahm über 1.900 Personen fest, die gefoltert und zur Aussagen gezwungen wurden. Ab November 1935 wurde den WiderstandskämpferInnen in den sog. Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen der Prozess gemacht. Auch viele Bemberg-ArbeiterInnen verschwanden in Gefängnissen und Konzentrationslagern.

Treffpunkt: Stadtteiltreff Heckinghausen Heckinghauser Str. 195

Hinweis:

Unter welchen Bedingungen (Teilnehmer*innenzahl, erforderliche Nachweise, etc.) die Stadtrundgänge im 2. Halbjahr 2021 stattfinden können, lässt sich aktuell noch nicht mit Sicherheit sagen. Wir aktualisieren diese Informationen, sobald sie uns vorliegen. Wenn Sie sich für diesen Stadtrundgang interessieren, können Sie sich gerne bei Christian Dillenberg 563-2248 oder Dr. Jan Kirschbaum (563-2217) telefonisch vormerken lassen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 19.9.21 1* So: 14:30-16:45 (Auswä)
Google Maps
10-2104w@221
5.00 €
Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Arbeiter*innen Widerstand in der Elberfelder Nordstadt: Mirker Quartier

Das Mirker Quartier war in den 30iger Jahren noch stark industriell geprägt und mehrheitlich von Arbeiter*innen bewohnt. Eine Hochburg der organisierten Arbeiterbewegung war der Großbetrieb Cosman, Villbrandt & Zehnder (später Gold-Zack) in der Wiesenstrassse. Hier entstanden in der NS-Zeit auch freie Gewerkschaftsgruppen, die aber von der Gestapo ab 1935 zerschlagen wurden. Auf der Gathe kam es regelmäßig zu Auseinandersetzungen mit der SA und der Polizei. Am Nüll existierte eine "wilde Siedlung", in der während Weltwirtschaftskrise Menschen wohnten, die sich keine Wohnung mehr leisten konnten. Auf der Wanderung werden die verschiedenen Akteure der Widerstandsbewegung vorgestellt.

Treffpunkt: Mirker Bahnhof vor dem Café Hutmacher

Hinweis:

Unter welchen Bedingungen (Teilnehmer*innenzahl, erforderliche Nachweise, etc.) die Stadtrundgänge im 2. Halbjahr 2021 stattfinden können, lässt sich aktuell noch nicht mit Sicherheit sagen. Wir aktualisieren diese Informationen, sobald sie uns vorliegen. Wenn Sie sich für diesen Stadtrundgang interessieren, können Sie sich gerne bei Christian Dillenberg 563-2248 oder Dr. Jan Kirschbaum (563-2217) telefonisch vormerken lassen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 10.10.21 1* So: 14:30-16:45 (Auswä)
Google Maps
10-2105w@221
5.00 €
Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Vom Novemberpogrom bis zu den Deportationen - die Rolle der Wuppertaler Gestapo

Über die konkrete Verantwortung der Wuppertaler Gestapo für die Drangsalierung, Entrechtung und Ermordung der Wuppertaler Juden und Jüdinnen ist nur wenig bekannt. 80 Jahre nach den ersten Deportationen in die Ghettos Litzmannstadt und Minsk begeben wir uns auf die Spuren der Wuppertaler Gestapo und besuchen die Wuppertaler "Tatorte".

Treffpunkt: am Denkmal im Deweerthschen Garten

Hinweis:

Unter welchen Bedingungen (Teilnehmer*innenzahl, erforderliche Nachweise, etc.) die Stadtrundgänge im 2. Halbjahr 2021 stattfinden können, lässt sich aktuell noch nicht mit Sicherheit sagen. Wir aktualisieren diese Informationen, sobald sie uns vorliegen. Wenn Sie sich für diesen Stadtrundgang interessieren, können Sie sich gerne bei Christian Dillenberg 563-2248 oder Dr. Jan Kirschbaum (563-2217) telefonisch vormerken lassen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 7.11.21 1* So: 14:30-16:45 (Auswä)
Google Maps
10-2106w@221
5.00 €
Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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