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Inhaltsverzeichnis

Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Stadtrundgang zu den Stolpersteinen

Offene Stadtführungen 2018

Die in Solingen verlegten Stolpersteine erinnern an die hiesigen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in den Jahren 1933 bis 1945. Anders als bei vielen Gedenkfeiern heben die auf den Stolpersteinen vermerkten Namen die Opfer dabei aus der Anonymität hervor und lassen konkrete Personen und ihre Biografien aufscheinen. Die Stolpersteine werden damit zu konkreten Erinnerungsorten, der Rundgang zu den Stolpersteinen vermittelt über die Erzählung der Lebensumstände und des Schicksals der Opfer eindrücklich die Zusammenhänge von Verfolgung und Widerstand in Solingen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Stadtrundgang dauert ca. 1,5 Stunden. Das Kursentgelt in Höhe von 5 € ist beim Stadtführer zu entrichten.

Treffpunkt am Samstag, den 14. April 2018, 14:00 Uhr: Stadtmitte Neumarkt (vor C&A).

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Hans-Günter Koch 14.4.18 1* Sa: 14:00-15:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5298s@118
5.00 €
 --  Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Führung über den jüdischen Friedhof Solingen

Der jüdische Friedhof in Solingen ist einer von ca. 2.400 jüdischen Begräbnisstätten in Deutschland. Heute dienen diese vielfach auch als Quelle der Kultur-, Sozial- und Religionsgeschichte der jüdischen Gemeinden. Durch ihre Nutzung als lokale Geschichtsquelle haben sich die jüdischen Friedhöfe darüber hinaus zu einem bedeutenden Lernort entwickelt, der mittlerweile auch im öffentlichen Bewusstsein fest verankert ist.

Der jüdische Friedhof in Solingen wird bereits um 1718 erwähnt; der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1820. Die letzte Beerdigung fand im April 1941 statt. Nach der Zerstörung der Synagoge 1938 ist der Friedhof das einzige und letzte öffentlich sichtbare Zeugnis jüdischer Religion und Kultur in Solingen. Im Spätherbst 1987 übernahm die Gesamtschule Solingen die Patenschaft über den jüdischen Friedhof. Seitdem wird der Friedhof von einer Arbeitsgemeinschaft junger Schüler*innen betreut und gepflegt. Die Führungen über den jüdischen Friedhof am Estherweg stehen unter der Leitung von Simone Sassin, der aktuellen Leiterin der AG, und Michael Sandmöller, dem ehemaligen Leiter.

Treffpunkt für die Führungen ist das Friedhofstor am Estherweg. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Michael Sandmöller 13.5.18 1* So: 11:00-12:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5295s@118
0.00 €
 --  Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Wuppertal

Arisierung in Wuppertal

Spaziergang zur Lokalgeschichte des Nationalsozialismus in Wuppertal

In der ersten Phase (bis 1938) wird die wirtschaftliche Ausschaltung der Juden durch aggressive Boykottkampagnen forciert. Geschäftsaufgaben oder Übernahmen sind die Folge. Viele der Betroffenen versuchten in dieser Zeit Deutschland zu verlassen, mussten ihr Geschäft und ihre Warenlager unter Wert verkaufen und wurden durch die sogenannte Reichsfluchtsteuer und Zollbestimmungen noch erheblich zur Kasse gebeten. Die größten Übernahmen von jüdischen Geschäften wurden in diesem Zeitraum getätigt. Tietz wurde z.B. bereits im Juli 1933 vom „Westdeutschen Kaufhof“ gekauft und zum „arischen“ Warenhaus. Die jüdischen Vorstandsmitglieder mussten abtreten. In der zweiten Phase ab April 1938 wurde die „Arisierung von oben“ durch die Industrie und Handelskammer in Personalunion mit dem Kreiswirtschaftsberater der NSDAP Friedrich Wachs planmäßig durchgeführt. Die Wuppertaler „Ostjuden“ wurden einfach durch „Abschiebung“ nach Polen im Oktober 1938 enteignet. Ihre Geschäfte mussten sie zurücklassen, die Polizei sorgte für Sicherung und von der IHK eingesetzte Treuhänder für die Verwertung der Geschäfte. In der Reichspogromnacht wurden zahlreiche jüdische Geschäfte und Privatwohnungen beschädigt und geplündert. Über hundert Wuppertaler Juden wurden nach Dachau und Sachsenhausen verschleppt. Zahlreiche weitere Details zur Geschichte der Arisierung in Wuppertal erfährt man beim historischen Stadtrundgang mit Dr. Stephan Stracke (Historiker).

Treffpunkt: vor der IHK. Heinrich-Kamp-Platz 2, 42103 Wuppertal

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 20.4.18 1* Fr: 17:00-19:15 (Auswä)
Google Maps
10-0403w@118
5.00 €
 --  Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Casablanca und Co

Die Nazis im Hollywoodfilm

Am 26.11.1942, gut ein Jahr nach dem Kriegseintritt der USA, kam der Bogart-Klassiker „Casablanca“ ins Kino. Der Erfolg setzte ein, als am gleichen Ort eine wichtige Konferenz der Alliierten stattfand. Bogart und Bergman avancierten umgehend zu Stars. Andere Hollywood-Streifen wie Lubitsch´ “Sein oder Nichtsein” (1942) oder der Lang-Brecht-Film „Hangmen die also“(1942) schossen sich ebenfalls auf das Feindbild des stumpfsinnigen, aber herrischen Deutschen ein. War Chaplins antideutsche Tendenz in “Der große Diktator” (1940) noch von Teilen der Medien und der Öffentlichkeit kritisiert worden, verstärkte sich ab Ende 1941 die offizielle Tendenz, die Nazis und ihre Verbrechen deutlich drastischer auf der Leinwand zu zeigen. Mit Hilfe ausgewählter Ausschnitte aus „Casablanca“ (und einigen Sequenzen aus anderen US-Filmen der Zeit) wird zu klären versucht, welche historische Rolle das Medium Film als politisches Werkzeug spielte.

Die Veranstaltung folgt dem Prinzip „Pay what you like“ (= Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 23.11.17 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B222
10-0903w@217
0.00 €
 --  Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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1918 - Die vertane Chance zur Demokratie ?

Mit Joachim Käppner (Journalist, Autor)

Die Revolution der Arbeiter und Soldaten von 1918 war eine historische Chance - dafür, ein demokratisches Deutschland zu schaffen, das stärker gewesen wäre als die Weimarer Republik. In wenigen Tagen erreichen sie, was der Sozialdemokratie in Jahrzehnten nicht gelungen war: Die überlebte, autoritäre Ordnung des Kaiserreichs zu stürzen. Es ist die Tragödie der Revolution, dass ihre eigenen Führer sie fürchteten - zu Unrecht. Denn das Ziel der meisten Revolutionäre war nicht, wie es in der Rückschau oft erschien, ein kommunistisches Regime wie in Russland zu errichten. Das Aufbegehren in Deutschland hatte vor allem die Absicht, die alten Eliten der Kaiserzeit zu entmachten, besonders das Militär und die Kriegstreiber von 1914. Für einige wenige Wochen hat die Revolutionsregierung, geführt von der SPD, die Gelegenheit dazu - und nutzt sie nur halbherzig. So bleiben die Todfeinde der deutschen Demokratie mächtig, mit fatalen Folgen für die junge Republik. Joachim Käppner wertet Quellen und neueste Forschungsergebnisse aus und zeichnet ein gerechteres Bild der Arbeiter und Matrosen, die eine Welt aus den Angeln hoben. Ein Themenabend im Rahmen der Politischen Runde.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Joachim Käppner 26.2.18 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
10-0501w@118
6.00 €
 --  Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

"Es lebe die Weimarer Republik!"

(Kultur)geschichtliche Skizzen über Anfang und Ende der ersten deutschen Demokratie

Keine 15 Jahre überdauerte die erste deutsche Demokratie. Ihre Gegner formierten sich von Beginn an. Wirtschaftskrisen, Arbeitslosigkeit und Hunger kennzeichneten den Lebensalltag der Weimarer Republik bereits zu Anfang und verschärften ihn schließlich gegen Ende. Antidemokratische Stimmungen entluden sich in Putschversuchen von rechts, in Attentaten, politischen Morden und blutigen Straßenkämpfen. Andererseits gab es in den gern so bezeichneten "goldenen Jahren" (1924-1928) auch einen selten erlebten Aufschwung unterschiedlicher Formen der Künste, die ihrerseits die Lage der Republik kritisch reflektierten. Die Reichspräsidenten Ebert (bis 1925) und Hindenburg (1925-1934) wurden in der Krise wie "Ersatzkaiser" verehrt. Das Ende der Republik leiteten schließlich in der globalen Wirtschaftskrise die von Militär und Wirtschaftsspitzen gebilligten, vom Parlament unabhängig agierenden "Präsidialkabinette" (Schleicher, von Papen) ein. Hitler und die NSDAP vollendeten die sukzessive Abschaffung der Demokratie mit der sogenannten "Machtergreifung" im Januar 1933. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like".

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 1.3.18 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0903w@118
0.00 €
 --  Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

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