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Inhaltsverzeichnis

Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Stadtrundgang zu den Stolpersteinen

Offene Stadtführungen 2018

Die in Solingen verlegten Stolpersteine erinnern an die hiesigen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in den Jahren 1933 bis 1945. Anders als bei vielen Gedenkfeiern, heben die auf den Stolpersteinen vermerkten Namen die Opfer dabei aus der Anonymität hervor und lassen konkrete Personen und ihre Biografien aufscheinen. Die Stolpersteine werden damit zu konkreten Erinnerungsorten, der Rundgang zu den Stolpersteinen in Ohligs vermittelt über die Erzählung der Lebensumstände und des Schicksals der Opfer die Zusammenhänge von Verfolgung und Widerstand in Solingen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Termin: Samstag, 18. August 2018, 14:00 Uhr. Treffpunkt: unmittelbar vor dem Hauptbahnhof in Solingen-Ohligs.

Dauer ca. 1,5 Stunden - Teilnahmegebühr 5 €

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Hans-Günter Koch 18.8.18 1* Sa: 14:00-15:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5298s@218
5.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Führung über den jüdischen Friedhof

Der jüdische Friedhof in Solingen ist einer von ca. 2 400 jüdischen Begräbnisstätten in Deutschland. Heute dienen diese vielfach auch als Quelle der Kultur-, Sozial- und Religionsgeschichte der jüdischen Gemeinden. Durch ihre Nutzung als lokale Geschichtsquelle haben sich die jüdischen Friedhöfe darüber hinaus zu einem bedeutenden Lernort entwickelt, der mittlerweile auch im öffentlichen Bewusstsein fest verankert ist.

Der jüdische Friedhof in Solingen wird bereits um 1718 erwähnt; der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1820. Die letzte Beerdigung fand im April 1941 statt. Nach der Zerstörung der Synagoge 1938 ist der Friedhof das einzige und letzte öffentlich sichtbare Zeugnis jüdischer Religion und Kultur in Solingen. Im Spätherbst 1987 übernahm die Gesamtschule Solingen die Patenschaft über den jüdischen Friedhof. Seitdem wird der Friedhof von einer Arbeitsgemeinschaft junger Schüler*innen betreut und gepflegt. Die Führungen über den jüdischen Friedhof am Estherweg stehen unter der Leitung von Simone Sassin, der aktuellen Leiterin der AG, und Michael Sandmöller, dem ehemaligen Leiter.

Treffpunkt für die Führungen ist das Friedhofstor am Estherweg. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Michael Sandmöller 16.9.18 1* So: 11:00-12:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5295s@218
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Wuppertal

Das Kriegsende und die Novemberrevolution 1918

mit Prof. Wolfgang Kruse (Hagen)

„Die vergessene Revolution“ – so ist sie häufig bezeichnet worden, die Novemberrevolution von 1918. Gemeint ist der Umstand, dass die Ereignisse zum Ende des Ersten Weltkriegs und in den Monaten danach lange Zeit und vielleicht bis heute keine sonderlich herausragende Rolle in der „kollektiven Erinnerung“ in Deutschland gespielt haben. Und ihre historische Einordnung schuf Unsicherheiten, nicht zuletzt bei der Sozialdemokratie, die sich mit einem durchaus ambivalenten Erbe auseinanderzusetzen hat. Der Hagener Historiker Wolfgang Kruse skizziert in der Politischen Runde die Entwicklung vom Ende des Weltkrieges hin zu den Novemberereignissen der „vergessenen Revolution“ vor 100 Jahren, benennt erinnerungspolitische Kontroversen und Ergebnisse der neueren Forschung.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Prof. Wolfgang Kruse 5.11.18 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
10-0901w@218
6.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Weimarer Republik. Kompromittierter Kompromiss? Vertane Chance oder was?

mit Dr. Andreas Braune (Jena)

„Berlin ist nicht Weimar.“ Der inzwischen wieder häufiger zu hörende Satz klingt wie eine Warnung, Relativierung und Beschwörung zugleich, wenn der Schatten der ersten, gescheiterten Republik über die aktuelle zu fallen droht. Der Themenabend in der Politischen Runde mit dem Jenaer Historiker Andreas Braune von der Forschungsstelle Weimarer Republik fragt u.a., inwiefern das Weimarer System Vorbild für die nach 1945 gefundene Lösung, aber auch Vorgeschichte des NS-Herrschaft war: Möglichkeiten und Grenzen eines historischen Entwurfes.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Andreas Braune 26.11.18 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
10-0902w@218
6.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Blutige Leinwand. Die Revolution von 1918/19 im Film

Themenabend

Nur wenige Filme – wie etwa der Ufa-Propaganda-Streifen "Unsühnbar" schon 1917– setzten sich unmittelbar mit den revolutionären Ereignissen auseinander. Später wurde die Revolution dann kontrovers auf die Leinwand gebracht: Im sogenannten „Dritten Reich“ wetterten Filme wie „Um das Menschenrecht“ (1934) und „Pour le Mérite“ (1978) gegen die „Novemberverbrecher“, beschworen den „Dolchstoß“ und feierten die reaktionären Freikorps. Das DDR-Kino betonte in Produktionen wie „Ernst Thälmann“ (1954) oder „Das Lied der Matrosen“ (1957) die herausragende Rolle der KPD als Führungspartei der Arbeiterklasse. In den BRD-Produktionen – wie „Rosa Luxemburg“ (1983) und „Der Fangschuss“ (1975)- zählten individuelle Schicksale und antifaschistische Grundeinstellung der Helden. Der Themenabend mit dem Dortmunder Kulturhistoriker Torsten Reters bietet eine Zusammenschau der historischen Entwicklung des cineastischen Umgangs mit der „vergessenen Revolution“. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 22.11.18 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0903w@218
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Die Erfindung des Rassismus im Zeitalter der Aufklärung

„Ich bin geneigt zu glauben, dass der Neger von Natur aus minderwertiger ist als der Weiße.“ Dieses verstörende Zitat stammt von David Hume, einem der bekanntesten Philosophen der Aufklärung. Wie Hume waren viele seiner Zeitgenossen davon überzeugt, dass Menschen -im Sinne von Carl von Linné- anhand ihres Aussehens nach Rassen zu unterscheiden sind. Damit einhergehend wurden dann auch bestimmte Charaktereigenschaften der Menschen definiert, von denen viele bis heute noch nachwirken. Ist der Rassismus also ein „Kind der Aufklärung“? Der Vortrag des Wuppertaler Historikers Heiko Schnickmann wird dem Phänomen aus geistesgeschichtlicher Perspektive nachgehen. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Heiko Schnickmann 2.11.18 1* Fr: 19:00-20:30 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0904w@218
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Vergessene Opfer

Lilo Bhatia und Dr. Stephan Stracke über "die NS-Vergangenheit der Wuppertaler Kriminalpolizei"

Lilo Bhatia und der Wuppertaler Historiker Stephan Stracke haben ein Buch vorgelegt, das zum einen ein Beitrag zur lokalen Polizei- und Widerstandsgeschichte im Nationalsozialismus ist. Zum anderen widmet es sich der Geschichte einer noch heute diskriminierten Opfergruppe des NS, den Sinti und Roma. Die Publikation thematisiert u.a. die Erinnerungen der zweiten und dritten Generation und die Forschungsergebnisse zur Geschichte der Verfolgung von Sinti und Roma in Wuppertal, die erst allmählich Kontur gewinnt. Die Autoren diskutieren über ihr Buch in der Politischen Runde.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 3.12.18 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
10-0905w@218
6.00 €
Anmeldung nicht nötig
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Die Schweden kommen!

Das Wuppertal im und nach dem Dreißigjährigen Krieg

Das 17. Jahrhundert war im Bergischen Land und insbesondere an seiner Ostgrenze, im Wuppertal, von Anfang an geprägt durch Streitigkeiten, die sich durch die fehlende Erbfolge im Herzogtum ergaben. Der 30jährige Krieg nahm diese Streitigkeiten wieder auf und startete so für Wuppertal eine Entwicklung, an deren Ende verlassene Höfe, neue Nachbarn und veränderte Strukturen standen. Die Veranstaltung mit dem Historiker Heiko Schnickmann zeigt exemplarisch auf, was sich veränderte und welche dieser Veränderungen bis heute nachwirkt.

Für diese Veranstaltung gilt das Prinzip „Pay what you like“. (Zahlen Sie, was Sie möchten.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Heiko Schnickmann 14.9.18 1* Fr: 19:00-20:30 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0401w@218
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Die Wuppertaler Polizei im Dritten Reich

Spaziergang zur Lokalgeschichte des Nationalsozialismus in Wuppertal

Über die Verbrechensgeschichte der lokalen Polizei während des Nationalsozialismus wissen wir trotz der gegenwärtigen Gedenkkultur bislang nur wenig.Wuppertaler Polizisten waren in vielfacher Hinsicht an den NS-Verbrechen beteiligt: Die Gestapo verfolgte und folterte politische Gegner und organisierte die Deportationen jüdischer Wuppertaler*innen in die Ghettos und Vernichtungslager.Die Kriminalpolizei verfolgte Homosexuelle, drangsalierte die Minderheit der Sinti und Roma und deportierte sie letztlich in ihrer Mehrheit nach Auschwitz. Sie verhängte in großer Zahl Vorbeugungshaft und schickte die Menschen zur Vernichtung durch Arbeit in die Konzentrationslager. Gemeinsam mit der Gestapo war die Kripo für die Massaker am Wenzelnberg und Burgholz verantwortlich. Wuppertaler Ordnungspolizisten waren an den Massakern der Polizeibataillone u.a. in Bialystok beteiligt.

Treffpunkt: Mahnmal im Deweerthschen Garten

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 31.8.18 1* Fr: 17:00-19:15 (Auswä)
Google Maps
10-0402w@218
5.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Mekka der Nazis. Die Frühgeschichte des Nationalsozialismus in Wuppertal

Spaziergang zur Lokalgeschichte des Nationalsozialismus in Wuppertal

Wuppertal war schon sehr früh eine ausgewiesene Hochburg und Brutstätte des Nationalsozialismus. Seit 1919 trafen sich im Evangelischen Vereinshaus am Kasinogarten völkisch-nationale und antisemitische Organisationen. Hier wurde auch im September 1922 die erste NSDAP-Ortsgruppe in Elberfeld gegründet. Die rechtsterroristische Organisation Consul und auch Leo Schlageter operierten von Elberfeld aus. Wichtige spätere Nazigrößen wie Karl Kaufmann, Viktor Lutze und Erich Koch waren Wuppertaler oder begannen wie Joseph Goebbels hier ihre politischen Karrieren. Adolf Hitler war schon 1922 und 1926 zu Auftritten ins Evangelische Vereinshaus gekommen, Joseph Goebbels organisierte bis zu seinem Wegzug nach Berlin im Jahre 1926 von seiner Wohnung in der Holzerstr. Aus den Aufstieg der NSDAP im Westen. Hinzu kam eine starke SA, die allerdings auf erbitterten Widerstand der kommunistischen und sozialdemokratisch orientierten Arbeiterbewegung stieß.

Treffpunkt: Denkmal am Deweerthschen Garten

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 12.10.18 1* Fr: 17:00-19:15 (Auswä)
Google Maps
10-0403w@218
5.00 €
ausgebucht
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oder Tel.: +49 (202) 5632217


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