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Inhaltsverzeichnis

Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Wuppertal

Leben in Trümmern

Deutschland 1945-1949

Mit der Kriegswende von Stalingrad (Winter 1942/43) rief Goebbels den „totalen Krieg“ aus und gab den Durchhaltefilm „Kolberg“ in Auftrag. Aber durch Propaganda war die Invasion der Alliierten nicht zu stoppen. Alliierte Bombenangriffe verwandelten die Großstädte bis zur bedingungslosen Kapitulation in Trümmerlandschaften. In den zerbombten Städten ging es während der Besatzungszeit nur ums Überleben: Auf „schwarzen“ und „grauen Märkten“ versorgte man sich so gut es ging mit Notwendigem. Und die Städter tauschten Haushaltswaren bei den Bauern auf dem Lande gegen Kartoffeln ein. Männer und Frauen versuchten, sich mit den alliierten Soldaten zu arrangieren. Deutschland wurde zum Land der „kleinen Abenteuer“. Erst mit der Währungsreform (1948) veränderte sich diese chaotische Situation. Wie sich das alles in den damaligen Medien – allen voran dem „Trümmerfilm" – spiegelt, zeigt die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Diese Veranstaltung wird als Webinar angeboten. Der Link zur Konferenz folgt an dieser Stelle.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 12.6.20 1* Fr: 19:00-21:15 (W-Elb)
Google Maps
10-0902w@120
0.00 €
Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

"Hitler schwitzt!" – Irmgard Keuns Satire auf den Alltag im III. Reich

Lesung aus „Nach Mitternacht“ mit dokumentarischen Filmeinspielungen

Die zu Beginn der 1930er Jahre recht populäre Schriftstellerin Irmgard Keun („Das kunstseidene Mädchen“) hat es noch bis 1936 im Hitler-Deutschland ausgehalten, ehe es sie nach Holland ins Exil trieb. Wie kaum ein Bericht der Zeit gibt ihr Roman „Nach Mitternacht“ ein beredtes Zeugnis der Befindlichkeit der Deutschen zu Beginn der Hitler-Herrschaft. Es zeigt auch, warum es für viele schwierig wurde, weiter in Deutschland unbehelligt zu leben. Noch in Deutschland begonnen, aber im holländischen Exil 1936 beendet, zeigt ihr satirisches Werk, wie sich die Menschen zwischen Luftschutzübungen, Goebbels-Reden und Führerbesuchen nach Liebe und Glück sehnen, aber dabei in der ständigen Angst vor böswilligen Denunzianten leben. Historische Filmeinspielungen ergänzen den Vortrag.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 17.9.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0516w@220
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

"Kleiner Mann, was nun?" Vom Untertan zum Revolutionär!

Historische Umbrüche des 20. Jahrhunderts im Spiegel des DDR-Films

Mit Filmen wie „Die Mörder sind unter uns" (1946)" wurde der DEFA-Film vorübergehend zum kritischen Stimme der Geschichtsaufarbeitung im Nachkriegsdeutschland: Staudtes „Der Untertan“ (1951) beschreibt die psychologischen und sozialen Voraussetzungen für die Entstehung des Faschismus aus der Untertanenmentalität des Kaiserreiches heraus. Prompt wurde der Film in der BRD verboten. In den 60er Jahren erklärte das DDR-Fernsehen mit Streifen wie „Mord an Rathenau“ und "Brennende Ruhr", wie rechtsnationale Organisationen die Weimarer Republik bedrohten – und den Sozialismus verhinderten. „Wolf unter Wölfen" und „Kleiner Mann, was nun“ beleuchten dazu die Schattenseiten des Kapitalismus in den Wirtschaftskrisen der Weimarer Republik auseinander. DEFA-Filme wie "Ehe im Schatten" (1948) behandeln Schicksale vom NS-Regime bedrängter Menschen. Ende der 1950er-Jahre beleuchtet „Überfall auf den Sender Gleiwitz“ (1959) den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Im Westen durfte der Film nur in sog. Film-Clubs gezeigt werden. Der Referent zeigt Ausschnitte aus den Filmen und ordnet die Filme in ihren historischen Zusammenhang ein.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 29.10.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
A306
10-0517w@220
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Erich Fromm (1900-1980): Ein Leben für den Frieden

Zum 40. Todestag Fromm

Kaum ein Gelehrter hat sich bemüht, die Menschen und die Schattenseiten der Gesellschaft so zu verstehen, wie Erich Fromm. In Leben und Werk spiegelt sich das 20. Jahrhundert. Als Schüler fragte sich Fromm, wie es zum Ersten Weltkrieg (1914-18) kommen konnte. Als Student beschäftigte er sich mit den unmenschlichen Folgen der Oktoberrevolution (1917) und dem Scheitern der deutschen Unruhen (1918/19). In den 1920er Jahren setzte er sich mit dem Gespenst des Nationalsozialismus auseinander. 1941 erschien sein Bestseller „Die Furcht vor der Freiheit“, der die kapitalistische Gesellschaft, wie er sie damals in den USA vorfand, kritisierte. In den 50er und 60er Jahren engagierte sich der Psychoanalytiker in der Friedensbewegung und gegen den Vietnam-Krieg.

Der Referent stellt diese faszinierende Biografie vor und beleuchtet, welche Erkenntnisse Fromm aus seiner Arbeit gewonnen hat.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 17.12.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0518w@220
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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