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Inhaltsverzeichnis

Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Stadtrundgang zu den Stolpersteinen

Offene Stadtführungen 2019

Die in Solingen verlegten Stolpersteine erinnern an die hiesigen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in den Jahren 1933 bis 1945. Anders als bei vielen Gedenkfeiern heben die auf den Stolpersteinen vermerkten Namen die Opfer dabei aus der Anonymität hervor und lassen konkrete Personen und ihre Biografien aufscheinen. Die Stolpersteine werden damit zu konkreten Erinnerungsorten, der Rundgang zu den Stolpersteinen vermittelt über die Erzählung der Lebensumstände und des Schicksals der Opfer eindrücklich die Zusammenhänge von Verfolgung und Widerstand in Solingen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Stadtrundgang dauert ca. 1,5 Stunden. Das Kursentgelt in Höhe von 5 € ist beim Stadtführer zu entrichten.

Treffpunkt am Samstag, den 4.Mai 2019, 14:00 Uhr: Stadtmitte Neumarkt (vor C&A).

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Hans-Günter Koch 4.5.19 1* Sa: 14:00-15:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5298s@119
5.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Führung über den jüdischen Friedhof

Der jüdische Friedhof in Solingen ist einer von ca. 2 400 jüdischen Begräbnisstätten in Deutschland. Heute dienen diese vielfach auch als Quelle der Kultur-, Sozial- und Religionsgeschichte der jüdischen Gemeinden. Durch ihre Nutzung als lokale Geschichtsquelle haben sich die jüdischen Friedhöfe darüber hinaus zu einem bedeutenden Lernort entwickelt, der mittlerweile auch im öffentlichen Bewusstsein fest verankert ist.

Der jüdische Friedhof in Solingen wird bereits um 1718 erwähnt; der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1820. Die letzte Beerdigung fand im April 1941 statt. Nach der Zerstörung der Synagoge 1938 ist der Friedhof das einzige und letzte öffentlich sichtbare Zeugnis jüdischer Religion und Kultur in Solingen. Im Spätherbst 1987 übernahm die Gesamtschule Solingen die Patenschaft über den jüdischen Friedhof. Seitdem wird der Friedhof von einer Arbeitsgemeinschaft junger Schüler*innen betreut und gepflegt. Die Führungen über den jüdischen Friedhof am Estherweg stehen unter der Leitung von Simone Sassin, der aktuellen Leiterin der AG, und Michael Sandmöller, dem ehemaligen Leiter.

Treffpunkt für die Führungen ist das Friedhofstor am Estherweg. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Michael Sandmöller 19.5.19 1* So: 11:00-12:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5295s@119
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Wuppertal

Nationalismus als "totale Religion"

Im Zuge des 19. Jahrhunderts entstand der Nationalismus, der das Christentum uminterpretierte: Die Einheit des deutschen Volkes sollte unter Ausschluss der Slawen, der Franzosen und der Juden erreicht werden. Nach der „gescheiterten“ Revolution von 1848 entstand daraus – nach Christina von Braun: „Der ewige Judenhass“, eine zur Gewalt neigende, nationale Religiosität, die dem Germanentum anhing und von einem „arischen“ Christus träumte. Im „Dritten Reich“ entwickelte sich daraus – nach Torsten Reters: „Glaube als Passion“ – eine „totale Religion“, die mit pseudowissenschaftlicher Tünche versehen, unter Ausschluss aller ethischen Werte, daran ging, ihre Wahnideen umzusetzen. Und auch heute hält der religiöse Wahn die Welt in Atem. Der Soziologe und Buchautor Torsten Reters führt durch die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 4.4.19 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0900w@119
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Rosa Luxemburg und die Revolution 1918/19

Rosa Luxemburg kämpfte Zeit Ihres Lebens für eine sozialistische Gesellschaft. Nach dem Studium in der Schweiz engagierte sie sich im linken Spektrum der SPD für die Emanzipation der Arbeiter und Frauen sowie für den Frieden. Im Krieg wurde sie wegen ihrer pazifistischen Äußerungen interniert. Ihre Unzufriedenheit mit der SPD ließ Sie zusammen mit Karl Liebknecht den Spartakus-Bund gründen. Den Spartakisten ging die Revolution im Winter 1918/19 nicht weit genug. Sie riefen im Januar 1919 zum Aufstand gegen die Wahlen zur Nationalversammlung. Reichswehr und Freikorps schlugen den sogenannten Spartakus-Aufstand blutig nieder. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurden ermordet. Ein historischer Themenabend mit Dr. Torsten Reters. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 31.1.19 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0901w@119
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

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