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Inhaltsverzeichnis

Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Stadtrundgang zu den Stolpersteinen - 75 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus

Offene Stadtführungen 2020

Vor 75 Jahren endete auch in Solingen die nationalsozialistische Herrschaft, alliierte Truppen brachten die Befreiung vom Faschismus. Die Verbrechen der Nazis wurden offenbar. Auch viele Solinger*innen waren zuvor Opfer der Nazis geworden.

Der Rundgang führt zu einigen der Stolpersteine in Solingen, die an die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft erinnern. Das Schicksal der Opfer sowie deren Lebensumstände und die Zusammenhänge von Verfolgung und Widerstand in Solingen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in diesem Zusammenhang thematisiert.

Der Rundgang dient aber nicht nur der Erinnerung. Er soll Anregungen geben, sich mit der aktuellen Rechtsentwicklung auseinanderzusetzen.

Treffpunkt: SG-Mitte, Neumarkt, vor C&A

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Hans-Günter Koch 18.4.20 1* Sa: 14:00-15:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5298s@120
5.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Führung über den jüdischen Friedhof

Der jüdische Friedhof in Solingen ist einer von ca. 2.400 jüdischen Begräbnisstätten in Deutschland. Heute dienen diese vielfach auch als Quelle der Kultur-, Sozial- und Religionsgeschichte. Durch ihre Nutzung als lokale Geschichtsquelle haben sich die jüdischen Friedhöfe darüber hinaus zu einem bedeutenden Lernort entwickelt, der mittlerweile auch im öffentlichen Bewusstsein fest verankert ist.

Der jüdische Friedhof in Solingen wird bereits um 1718 erwähnt; der älteste erhaltene Grabstein stammt aus dem Jahr 1820. Die letzte Beerdigung fand im April 1941 statt. Nach der Zerstörung der Synagoge im November 1938 ist der Friedhof das einzige und letzte öffentlich sichtbare Zeugnis jüdischer Religion und Kultur in Solingen. Im Spätherbst 1987 übernahm die Gesamtschule Solingen die Patenschaft über den jüdischen Friedhof. Seitdem wird der Friedhof von einer Arbeitsgemeinschaft junger Schüler*innen betreut und gepflegt. Die Führungen über den jüdischen Friedhof am Estherweg stehen unter der Leitung von Simone Sassin, der aktuellen Leiterin der AG, und Michael Sandmöller, dem ehemaligen Leiter.

Treffpunkt für die Führungen ist das Friedhofstor am Estherweg. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Michael Sandmöller 17.5.20 1* So: 11:00-12:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
Auswärts 10-5295s@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Wuppertal

Fake News – Lügen und gefühlte Wahrheiten

historisch und aktuell

Gerüchte und Falschmeldungen begleiten die menschliche Geschichte seit frühester Zeit. Doch erst seit einigen Jahren gewinnt der Begriff der „Fake News“ eine große, negative Popularität und Verbreitung. Der Themenabend untersucht die Bedeutung von Falschmeldungen in der Geschichte am Beispiel historischer Begebenheiten. Wie wurden Falschmeldungen und Gerüchte geschichtswirksam? Anschließend wird der Begriff „Fake News“ differenziert erläutert, eingeordnet und am Beispiel (tages)-aktueller Ereignisse dargestellt. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like" (= Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Tobias Hekermann 28.2.20 1* Fr: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0022w@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Alltag im "totalen Krieg"

Kultur und Propaganda 1939 - 1945

Die Jahre 1939 bis 1945 gehören zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte der Deutschen: Bis 1941/42 wurden weite Teile Europas erobert und unter ein menschenverachtendes NS-Terrorregime gebracht. Gleichzeitig wurde das Deutsche Reich selbst zum Ziel alliierter Bombenangriffe, welche die Großstädte sukzessive in Trümmerlandschaften verwandelten. Mit der Kriegswende von Stalingrad im Winter 1942/43 rief Goebbels den „totalen Krieg“ aus. Die Massenmobilisierung konnte die Invasion der Alliierten nicht stoppen. 1945 erfolgte schließlich die „bedingungslose Kapitulation“ des Deutschen Reiches. Wie sich die Ereignisse vom Kriegsbeginn bis zur Kapitulation in den damaligen Medien (Film, Zeitung, Plakate) und im Bewusstsein der Beteiligten spiegelten, zeigt dieser Themenabend.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 5.12.19 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0904w@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Visionen der gerechten Gesellschaft

Sozialethische Grundsätze des Judentums

„Leute, auf deren Freundschaft ich stolz bin, und alles Juden!“ - Friedrich Engels in einem Brief aus London an Isidor Ehrenfreund in Wien im April 1890. Gerechtigkeit, Weisheit, Augenmaß - und der Glaube an den Menschen: Ungefähr so könnte man die Emotionen hinter den sozial- und wirtschaftsethischen Grundsätzen des Judentums charakterisieren. Seit ihrem Ursprung in den Erfahrungen des mosaischen Staats bewahrt sich die jüdische Sozialethik den Blick auf das Wohl der Menschheit insgesamt. In der Epoche der Industriellen Revolution verhinderten Antisemitismus und Judenhass, dass dieser Blick sich durchsetzen konnte. Dennoch schlugen sich jüdische Leitideen in der Geschichte der Arbeiterbewegung und des Sozialismus nieder. Angesichts unabweisbarer Krisen können sie heute erneut wertvolle Anregungen geben - außerhalb aller –ismen. Vortrag mit Diskussion und musikalischen Einlagen in Kooperation mit dem Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Paul Jobst 28.4.20 1* Di: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
A011
10-0400w@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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"Wenn die Soldaten kommen"

Zwischen Kapp-Putsch, Ruhrkampf und Hitler-Putsch

Am 12./13. März 1920 putschten General Lüttwitz und der reaktionäre Königsberger Generallandschaftsdirektor Kapp mit Hilfe von „Freikorps“ gegen die junge Weimarer Republik. Diese „Freikorps“ waren nicht nur an der Niederschlagung des sogenannten Spartakusaustandes (1919 in Berlin) beteiligt, die „soldatischen Männer“ (Klaus Theweleit) standen mit Inkrafttreten des Versailler Vertrages vor der Entlassung. Lüttwitz und Kapp schickten die berüchtigte „Brigade Ehrhardt“ – mit Hakenkreuz am Stahlhelm – nach Berlin. Der Putsch scheiterte schließlich am Widerstand der Beamtenschaft und einem großen Generalstreik der Arbeiter. Die Putschisten flohen zwar am 17.März 1920 nach Schweden, aber der Kampf gegen die Republik ging vor allem an der Ruhr und in Sachsen weiter: Arbeiter forderten Reformen und sahen sich mit der mobilisierten Reichswehr konfrontiert. Erst nach dem gescheiterten Hitler-Putsch (1923) kam die Weimarer Republik dann vorübergehend zur Ruhe. Der Themenabend rekonstruiert den antirepublikanischen Kampf von rechts. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 13.2.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0901w@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Leben in Trümmern

Deutschland 1945-1949

Mit der Kriegswende von Stalingrad (Winter 1942/43) rief Goebbels den „totalen Krieg“ aus und gab den Durchhaltefilm „Kolberg“ in Auftrag. Aber durch Propaganda war die Invasion der Alliierten nicht zu stoppen. Alliierte Bombenangriffe verwandelten die Großstädte bis zur bedingungslosen Kapitulation in Trümmerlandschaften. In den zerbombten Städten ging es während der Besatzungszeit nur ums Überleben: Auf „schwarzen“ und „grauen Märkten“ versorgte man sich so gut es ging mit Notwendigem. Und die Städter tauschten Haushaltswaren bei den Bauern auf dem Lande gegen Kartoffeln ein. Männer und Frauen versuchten, sich mit den alliierten Soldaten zu arrangieren. Deutschland wurde zum Land der „kleinen Abenteuer“. Erst mit der Währungsreform (1948) veränderte sich diese chaotische Situation. Wie sich das alles in den damaligen Medien – allen voran dem „Trümmerfilm" – spiegelt, zeigt die Veranstaltung. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 14.5.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0902w@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Zurückgeben?

Die Debatte über Restitution

Seit einigen Jahren werden vor allem die ethnologischen Museen in Europa stark unter die Lupe genommen. Woher kommen die Exponate, wer hat sie geholt und wie kamen sie eigentlich in den Besitz von Museen und Sammlern? Müssen sie möglicherweise zurückgegeben (restituiert) werden? Die Diskussion wird seit dem Berliner Humboldtforum und den Beninbronzen auch verstärkt in der Öffentlichkeit ausgetragen. In der Veranstaltung wird versucht, diese Debatte (historisch) einzuordnen und die Probleme zu erläutern, die bei einer Rückgabe entstehen können. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Heiko Schnickmann 21.2.20 1* Fr: 19:00-20:30 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0903w@120
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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