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Inhaltsverzeichnis

Personen, Ereignisse, Strukturen

Der Zusammenhang von Ereignisgeschichte, Struktur- und erlebter Geschichte steht im Vordergrund des Themenschwerpunktes. Gefragt wird nach den Ursachen und strukturellen Zusammenhängen der "großen" Ereignisse, nach historischen Prozessen und den Kontexten des Handelns von Persönlichkeiten in der Geschichte: "Menschen machen die Geschichte nicht aus freien Stücken - aber sie machen sie selbst."

Solingen

Medizinverbrechen im 'Dritten Reich'. Zwangssterilisation, 'Euthanasie', Humanexperimente

In den aktuellen ethischen Debatten über die Anwendung medizinischer Möglichkeiten wird immer wieder auf die NS-Zeit Bezug genommen. Was die einen als „Totschlagargument“ abwehren, ist für die anderen ein erkenntnisfördernder Bezug auf das Verhalten von Menschen in der Vergangenheit.

In der NS-Zeit wurden fast 400.000 Menschen zwangssterilisiert, mehr als 216.000 Menschen fielen der „Euthanasie“ zum Opfer, auch viele aus unserer Region. Breitenwirksamen Widerstand gab es selten. Als der Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen die Tötung von Arbeitsunfähigen offen anprangerte, war dies ein wesentlicher Grund für den Abbruch des größten „Euthanasie“-Verbrechens, der Aktion T 4. Doch der Patientenmord endete damit nicht.

Was geschah in der NS-Zeit mit Kranken und Behinderten, aber auch mit vollkommen Gesunden in Konzentrationslagern? Welche Auswirkungen hatten die Medizinverbrechen wie Humanexperimente, Zwangssterilisationen und die „Euthanasie“?

Privatdozent Dr. phil. Ralf Forsbach lehrt an den Universitäten Köln und Münster. Er studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Öffentliches Recht/Völkerrecht. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter forscht der Historiker und Medizinhistoriker derzeit am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der Universität Münster im Forschungsprojekt „Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin 1933–1980".

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Ralf Forsbach 25.9.19 1* Mi: 19:00-20:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
322, Forum
10-5210s@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Der Mord an Max Leven und die Strafverfolgung der NS-Täter

Die Ermordung des jüdischen Redakteurs der Bergischen Arbeiterstimme Max Leven in der ersten Solinger Pogromnacht ist wohl das bekannteste NS-Verbrechen auf Solinger Stadtgebiet.

Nur wenig bekannt sind aber die zum Teil unzureichenden juristischen Bemühungen um die Strafverfolgung der Mörder Levens und anderer Solinger NS-Täter nach dem Krieg.

Dr. Stephan Stracke ist Historiker aus Wuppertal.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 28.10.19 1* Mo: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
322, Forum
10-5113s@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Aspekte von Widerstand und Verfolgung in Solingen seit 1933

Die 1933 einsetzende nationalsozialistische Diktatur traf ihre Gegner unvorbereitet. Während bürgerliche Organisationen mitmachten oder geduldet wurden, wurde die Arbeiterbewegung verfolgt. Wie diese Konstellation sich auf die Entwicklung von Widerstand und Verfolgung in Solingen auswirkte, ist Thema des Vortrags.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Horst Sassin 21.11.19 1* Do: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5114s@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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In Farbe: Die Zerstörung Solingen im November 1944

Vortrag in Kooperation mit dem Bergischen Geschichtsverein

Hitlers Angriffskrieg, der die Nachbarländer mit weitreichenden Verwüstungen und verheerenden Bombenangriffen traf und im Osten als Vernichtungskrieg gegen die ansässige Bevölkerung geführt wurde, zeitigte für die deutsche Zivilbevölkerung in den letzten Kriegsjahren erhebliche Folgen. Alliierte Bombengeschwader griffen massiv Ziele in Deutschland an, zerstörten die Zentren der Großstädte und weite Teile der Infrastruktur.

Auch Solingen blieb vom Luftkrieg nicht verschont. Am 4. und 5. November 1944 stand die Klingenstadt im Fokus britischer Bomberverbände mit dem Resultat der völligen Zerstörung der Innenstadt.

Ralf Rogge, Leiter des Stadtarchivs Solingen, erinnert anlässlich des 75. Jahrestages an diese Luftangriffe, erläutert die dadurch bewirkten Zerstörungen anhand von Farbfotografien und skizziert den Wiederaufbau in den fünfziger Jahren, der ein neues Stadtbild schuf.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Ralf Rogge 4.11.19 1* Mo: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5116s@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Kunst in Auschwitz 1940-1945

In der menschenmordenden Welt des Konzentrationslagers Auschwitz war das Lagermuseum im Stammlager, im Block direkt neben dem Tor „Arbeit macht frei“, sicherlich eine der irrsinnigsten Einrichtungen. Das Museum geht auf die Initiative des polnischen Häftlings Franciszek Targosz zurück, den der Lagerkommandant Rudolf Höß während einer Kontrolle der Lagerwerkstätten beim Zeichnen von Pferden und Schlachtenszenen entdeckte. Das Lagerorchester von Auschwitz ist bekannt. Dass Häftlinge aber auch bildende Kunst geschaffen haben, bahnt sich erst langsam einen Weg in die kollektive Erinnerung. Das Lagermuseum in Auschwitz ist kein Einzelfall. In fast allen Lagern, Ghettos und Verstecken wurde Kunst geschaffen: Kunst war Widerstand, Kunst war geistiges Asyl, Flucht in eine andere Welt, Kunst war Selbstversicherung, weiterhin ein Mensch zu sein, Kunst war ein Mittel zum Überleben. Die Bedeutung dieser Artefakte wird jetzt, wo die letzten Überlebenden von uns gehen, stetig wachsen. Die Holocaust-Kunst wird zum emotionalen Zeugen des Menschheitsverbrechens Shoa. Jürgen Joseph Kaumkötter recherchierte viele Jahre im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau und stellt in seinem Vortag die Kunst in Auschwitz vor, setzt sie in Relationen zu der Kunstsammlung des Zentrums für verfolgte Künste.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Jürgen Kaumkötter 5.11.19 1* Di: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5102s@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
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Wuppertal

Routen des Exils

Der Spanische Bürgerkrieg

Im April 1939 erklärte Franco das Ende des Spanischen Bürgerkriegs. Der Vortrag erzählt die Geschichte von Aragón, einem damals strategisch wichtigen Ort in den Pyrenäen. Als die Republikaner ihre Niederlage erkannten, brachten sie ihre Verwundeten auf Mauleseln über das Gebirge nach Frankreich. Die Zivilbevölkerung wurde aufgefordert, ihre Dörfer, die schon bombardiert wurden, zu verlassen. Im Winter 1938 zogen über 5.000 Bewohner mit ihren Tieren nachts über vereiste Bergpfade nach Frankreich. Dort wurden sie aufgenommen und versorgt. Beim Zusammenbruch der Front in Katalonien flohen ca. 470.000 Spanier nach Frankreich, das nur kurz seine Grenzen geöffnet hatte. Viele Geflüchtete landeten in Internierungslagern, wurden nach Spanien zurückgeschickt oder wurden von der SS in Konzentrationslager transportiert. Unter Franco wurden über 200.000 Anhänger der Republik ermordet, Überlebende wurden eingekerkert oder zu Zwangsarbeit verpflichtet. Nach Francos Tod und der Demokratisierung des Landes setzte eine Aufarbeitung jener Zeit ein. Viele Fluchtwege sind heute ausgeschilderte Routen mit Gedenksteinen. Im Alto Aragón wurden die Dörfer wiederaufgebaut. Ein Verein organisiert seit Jahren im Sommer Gedenktage mit Vorträgen, Filmen und Wanderungen über die alten „Routen des Exils“. Die Referentin war häufig in den Dörfern des Alto Aragón und viele Jahre Mitglied im Kulturzentrum eines der Dörfer. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Heidemarie Koch 4.9.19 1* Mi: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0501w@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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