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Inhaltsverzeichnis

Personen, Ereignisse, Strukturen

Der Zusammenhang von Ereignisgeschichte, Struktur- und erlebter Geschichte steht im Vordergrund des Themenschwerpunktes. Gefragt wird nach den Ursachen und strukturellen Zusammenhängen der "großen" Ereignisse, nach historischen Prozessen und den Kontexten des Handelns von Persönlichkeiten in der Geschichte: "Menschen machen die Geschichte nicht aus freien Stücken - aber sie machen sie selbst."

Solingen

Der Mord an Max Leven und die Strafverfolgung der NS-Täter

Die Ermordung des jüdischen Redakteurs der Bergischen Arbeiterstimme Max Leven in der ersten Solinger Pogromnacht ist wohl das bekannteste NS-Verbrechen auf Solinger Stadtgebiet.

Nur wenig bekannt sind aber die zum Teil unzureichenden juristischen Bemühungen um die Strafverfolgung der Mörder Levens und anderer Solinger NS-Täter nach dem Krieg.

Dr. Stephan Stracke ist Historiker aus Wuppertal.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Dr. Stephan Stracke 28.10.19 1* Mo: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5113s@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Aspekte von Widerstand und Verfolgung in Solingen seit 1933

Die 1933 einsetzende nationalsozialistische Diktatur traf ihre Gegner unvorbereitet. Während bürgerliche Organisationen mitmachten oder geduldet wurden, wurde die Arbeiterbewegung verfolgt. Wie diese Konstellation sich auf die Entwicklung von Widerstand und Verfolgung in Solingen auswirkte, ist Thema des Vortrags.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
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Dr. Horst Sassin 21.11.19 1* Do: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5114s@219
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In Farbe: Die Zerstörung Solingen im November 1944

Vortrag in Kooperation mit dem Bergischen Geschichtsverein

Hitlers Angriffskrieg, der die Nachbarländer mit weitreichenden Verwüstungen und verheerenden Bombenangriffen traf und im Osten als Vernichtungskrieg gegen die ansässige Bevölkerung geführt wurde, zeitigte für die deutsche Zivilbevölkerung in den letzten Kriegsjahren erhebliche Folgen. Alliierte Bombengeschwader griffen massiv Ziele in Deutschland an, zerstörten die Zentren der Großstädte und weite Teile der Infrastruktur.

Auch Solingen blieb vom Luftkrieg nicht verschont. Am 4. und 5. November 1944 stand die Klingenstadt im Fokus britischer Bomberverbände mit dem Resultat der völligen Zerstörung der Innenstadt.

Ralf Rogge, Leiter des Stadtarchivs Solingen, erinnert anlässlich des 75. Jahrestages an diese Luftangriffe, erläutert die dadurch bewirkten Zerstörungen anhand von Farbfotografien und skizziert den Wiederaufbau in den fünfziger Jahren, der ein neues Stadtbild schuf.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
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Ralf Rogge 4.11.19 1* Mo: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5116s@219
0.00 €
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Kunst in Auschwitz 1940-1945

In der menschenmordenden Welt des Konzentrationslagers Auschwitz war das Lagermuseum im Stammlager, im Block direkt neben dem Tor „Arbeit macht frei“, sicherlich eine der irrsinnigsten Einrichtungen. Das Museum geht auf die Initiative des polnischen Häftlings Franciszek Targosz zurück, den der Lagerkommandant Rudolf Höß während einer Kontrolle der Lagerwerkstätten beim Zeichnen von Pferden und Schlachtenszenen entdeckte. Das Lagerorchester von Auschwitz ist bekannt. Dass Häftlinge aber auch bildende Kunst geschaffen haben, bahnt sich erst langsam einen Weg in die kollektive Erinnerung. Das Lagermuseum in Auschwitz ist kein Einzelfall. In fast allen Lagern, Ghettos und Verstecken wurde Kunst geschaffen: Kunst war Widerstand, Kunst war geistiges Asyl, Flucht in eine andere Welt, Kunst war Selbstversicherung, weiterhin ein Mensch zu sein, Kunst war ein Mittel zum Überleben. Die Bedeutung dieser Artefakte wird jetzt, wo die letzten Überlebenden von uns gehen, stetig wachsen. Die Holocaust-Kunst wird zum emotionalen Zeugen des Menschheitsverbrechens Shoa. Jürgen Joseph Kaumkötter recherchierte viele Jahre im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau und stellt in seinem Vortrag die Kunst in Auschwitz vor, setzt sie in Relationen zu der Kunstsammlung des Zentrums für verfolgte Künste.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Jürgen Kaumkötter 5.11.19 1* Di: 18:30-20:45 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
10-5102s@219
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Wuppertal

Die Geschichte der Klimaforschung

Jun. Prof. Dr. Dania Achermann (Uni Wuppertal) im Gespräch

Klimaforschung ist keine wissenschaftliche Disziplin, die erst mit den Folgen des Klimawandels auf den Plan getreten wäre. Ihre historischen Wurzeln reichen weit ins letzte Jahrhundert und darüber hinaus. Luftverschmutzung und Klimaveränderung stellen seit Ende des Zweiten Weltkrieges neue Herausforderungen an die sich rasant entwickelnden Klimawissenschaften, deren Forschungsmethoden sich ständig verändert und erweitert haben. Die Schweizer Historikerin und Juniorprofessorin der Bergischen Universität, Dr. Dania Achermann, beschäftigt sich u.a. mit der Geschichte der Klimaforschung und ihren Modellen und beschreibt in der Politischen Runde den Weg und Wandel von Klimakarten und zur Computersimulation und deren Bedeutung für die Diskussion über Folgen und Prognosen.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Prof. Dania Achermann 23.3.20 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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6.00 €
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Vormärz

Weichenstellungen im 19. Jahrhundert

Als „Vormärz“ bezeichnet man gern das Jahrzehnt vor den großen europäischen Revolutionen ab März 1848. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war eine weichenstellende Epoche, eine „Schwellenzeit der Moderne“: Der erste Zug fuhr von Nürnberg nach Fürth. Die Zollschranken fielen. Technische Innovationen veränderten die Produktion. Im Geist des Liberalismus und Kapitalismus entstand eine neue Arbeits- und Industriegesellschaft. Angesichts der sozialen Not in den sogenannten „Hungry Forties“ wurde die „soziale Frage“ im Bürgertum breit diskutiert. Neue Mentalitäten und Einstellungen entwickelten sich. Die „Jungdeutschen“ (Heine, Gutzkow) forderten die sexuelle Emanzipation der Frau. Nationalistische und antisemitische Strömungen, germanische und christliche Mythen verschmolzen zu einer neuen „Nationalreligion“, die den weiteren Gang der Geschichte prägen sollte. Der Themenabend führt mitten hinein in eine Zeit tiefgreifender Veränderung. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

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Dr. Torsten Reters 12.3.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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B220
10-0502w@120
0.00 €
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"Hast Du Sorgen? Geh ins Café!"

Ein Streifzug durch die zeitkritische Kaffeehauskultur des 19. Jahrhunderts

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert waren die europäischen Cafés Orte, die das kulturelle und politische Leben beeinflussten. Deshalb wurden sie von der Obrigkeit argwöhnisch beobachtet. Während Marx und Engels in den Pariser Kaffeehäusern die soziale Frage diskutierten, wurde in Mailänder Lokalen revolutionär gegen die Österreicher gewettert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts diskutierte man in Wien und Prag über Nationalismus und Antisemitismus. Die illustre Schar der Stammgäste –ob in Berlin oder Budapest – saß oft den ganzen Tag, nur bei einem Glas Wasser im Café, um satirisch über die politische Lage oder gar den Sinn des Daseins zu diskutieren. Der nostalgische Streifzug in Anekdoten zeigt, wie berühmte Kaffeehausliteraten (Peter Altenberg, Anton Kuh u.a.) bis in die 1920er Jahre hinein die Weltlage humorvoll kommentierten. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Dr. Torsten Reters 23.4.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
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B220
10-0503w@120
0.00 €
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