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Inhaltsverzeichnis

Solingen

Starke Frauen

eine Vortragsreihe in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen

Die Reihe geht in kurzen und einfühlsamen Porträts dem Leben und dem Wirken von Frauen nach, die zum einen zu Unrecht im Schatten ihrer Männer standen bzw. vielmehr dort von einer unreflektierten Öffentlichkeit verortet wurden, oder die zum anderen einen außergewöhnlichen und durchaus kontroversen Lebensweg beschritten.

Aus Anlass des deutsch-jüdischen Festjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" widmet sich die Reihe im ersten Halbjahr 2021 drei jüdischen Frauen, die auf ungewöhnliche Weise Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben: Lise Meitner als Wissenschaftlerin, die nicht die gebührende Anerkennung fand, Bertha Pappenheim, Gründerin des Jüdischen Frauenbundes und Sigmund Freuds Patientin "Anna O", sowie Deborah Feldman, in Berlin lebende Schriftstellerin und Journalistin mit chassidischer Herkunft.

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

Lise Meitner

Die 1878 in Wien geborene Lise Meitner studierte als eine der ersten Frauen Physik und Philosophie u.a. in Berlin. Dort lernte sie den Chemiker Otto Hahn kennen, mit dem sie 30 Jahre zusammenarbeitete. 1938 emigrierte sie nach Stockholm, wo sie mit ihrem Neffen, dem Physiker Otto Frisch, weiter an der Kernspaltung forschte. Von ihren Erkenntnissen profitierte auch Otto Hahn, der dafür 1944 als Einziger den Nobelpreis erhielt. In Cambridge verbrachte die Atomphysikerin ihre letzten Jahre, wo sie 1968 starb.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Stefanie Mergehenn 29.1.21 1* Fr: 15:00-16:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
322, Forum
11-8117s@121
0.00 €
wenige Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Bertha Pappenheim

Bertha Pappenheim (1859-1936) gründete als österreichisch-deutsche Frauenrechtlerin den Jüdischen Frauenbund. Bekannt wurde die scharfzüngige Sozialpionierin darüber hinaus als Patientin „Anna O.“, deren Krankengeschichte Sigmund Freud in seinen „Studien über Hysterie“ veröffentlichte und die den Ausgangspunkt für die Entwicklung der Psychoanalyse bildete. Das von der Sozialpionierin 1908 gegründete jüdische Mädchenwohnheim in Neu-Isenburg wurde in der Pogromnacht verwüstet und Pappenheims Lebensgefährtin Hannah Karminski 1943 in Auschwitz ermordet.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Stefanie Mergehenn 5.3.21 1* Fr: 15:00-16:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
11-8118s@121
0.00 €
wenige Plätze frei

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Deborah Feldman

Die in Berlin lebende Schriftstellerin und Journalistin Deborah Feldman wurde 1986 in New York City geboren – allerdings in der ultraorthodoxen Parallelwelt der Satmarer Chassiden in Williamsburg/Brooklyn. Ihre Muttersprache ist Jiddisch. Mit 17 Jahren zwangsverheiratet, studierte Deborah Feldman heimlich Literatur und kreatives Schreiben. Sie verließ ihren Mann und die sektiererisch bevormundenden Chassiden mit ihrem Sohn, als dieser drei Jahre alt war. Ende 2014 zog sie mit ihm nach Berlin – für Feldman „der Ort in der Welt, an dem alle Heimatlosen zu Hause sind“. Ihre Autobiographie „Unorthodox“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt und als Netflix-Vierteiler von Maria Schrader verfilmt, die dafür als erste deutsche Regisseurin überhaupt 2020 den US-TV-Preis „Emmy“ erhielt.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
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Stefanie Mergehenn 11.6.21 1* Fr: 15:00-16:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
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322, Forum
11-8119s@121
0.00 €
wenige Plätze frei

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Philosophischer Vortrag

Der Weg zur Starken Frau

Märchen als Schlüssel zur Persönlichkeitsentwicklung

Es gibt bestimmte „Seelenthemen“, die uns allen bekannt und nah sind, oftmals, weil sie uns Schwierigkeiten bereiten, bis hin dazu, dass sie uns blockieren und krank machen können. Diese Seelenthemen können nur dann bewältigt werden, wenn ein Weg gefunden wird, sich bewusst mit ihnen auseinanderzusetzen, und zwar so, dass neue Perspektiven entstehen und ein harmonisches Verhältnis zu sich selbst erwachsen kann.

Für viele Frauen geht es bei solchen Seelenthemen um ihre ureigene Position zwischen Familie, Beruf und Gesellschaft. Oftmals neigen Frauen dazu, sich für andere einzusetzen, andere Bedürfnisse über die eigenen zu stellen und so den Bezug zu ihrer eigenen Persönlichkeit zu verlieren. Das führt langfristig zu Unzufriedenheit, Enttäuschung, Resignation – bis hin zu Depressionen.

Hier können Märchen hilfreiche Lösungswege aufzeigen: Jede Märchenheldin vollzieht einen inneren Entwicklungsweg, der ihr die eigenen Quellen ihrer Weisheit und ihrer besonderen Fähigkeiten aufdeckt. Wenn wir diesen Entwicklungsweg in rechter Weise zu deuten verstehen, können sich daraus hilfreiche Wegweisungen ergeben, die sich unmittelbar im konkreten Lebensvollzug praktizieren lassen und so ein erfüllteres, glücklicheres Dasein ermöglichen.

Zugleich können wir auf diesem Weg erkennen, welche tiefe Bedeutung Märchen für uns alle haben: für unser Selbst-Verständnis, für unsere Daseinsauslegung, für unseren existentiellen Zugang zum Magisch-Poetischen, für unser Leben. Dr. Andrea Vierle ist Philosophin und Leiterin des KEPIA - Haus für Philosophie und Musik in Oberhausen.

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Dr. Andrea Vierle 22.3.21 1* Mo: 18:30-20:00 (SG-Mi) Mummstraße 10
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10-5300s@121
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