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Inhaltsverzeichnis

Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Wuppertal

"Kleiner Mann, was nun?" Vom Untertan zum Revolutionär!

Historische Umbrüche des 20. Jahrhunderts im Spiegel des DDR-Films

Mit Filmen wie „Die Mörder sind unter uns" (1946)" wurde der DEFA-Film vorübergehend zum kritischen Stimme der Geschichtsaufarbeitung im Nachkriegsdeutschland: Staudtes „Der Untertan“ (1951) beschreibt die psychologischen und sozialen Voraussetzungen für die Entstehung des Faschismus aus der Untertanenmentalität des Kaiserreiches heraus. Prompt wurde der Film in der BRD verboten. In den 60er Jahren erklärte das DDR-Fernsehen mit Streifen wie „Mord an Rathenau“ und "Brennende Ruhr", wie rechtsnationale Organisationen die Weimarer Republik bedrohten – und den Sozialismus verhinderten. „Wolf unter Wölfen" und „Kleiner Mann, was nun“ beleuchten dazu die Schattenseiten des Kapitalismus in den Wirtschaftskrisen der Weimarer Republik auseinander. DEFA-Filme wie "Ehe im Schatten" (1948) behandeln Schicksale vom NS-Regime bedrängter Menschen. Ende der 1950er-Jahre beleuchtet „Überfall auf den Sender Gleiwitz“ (1959) den Beginn des Zweiten Weltkriegs. Im Westen durfte der Film nur in sog. Film-Clubs gezeigt werden. Der Referent zeigt Ausschnitte aus den Filmen und ordnet die Filme in ihren historischen Zusammenhang ein.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 29.10.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
A306
10-0517w@220
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Erich Fromm (1900-1980): Ein Leben für den Frieden

Zum 40. Todestag Fromm

Kaum ein Gelehrter hat sich bemüht, die Menschen und die Schattenseiten der Gesellschaft so zu verstehen, wie Erich Fromm. In Leben und Werk spiegelt sich das 20. Jahrhundert. Als Schüler fragte sich Fromm, wie es zum Ersten Weltkrieg (1914-18) kommen konnte. Als Student beschäftigte er sich mit den unmenschlichen Folgen der Oktoberrevolution (1917) und dem Scheitern der deutschen Unruhen (1918/19). In den 1920er Jahren setzte er sich mit dem Gespenst des Nationalsozialismus auseinander. 1941 erschien sein Bestseller „Die Furcht vor der Freiheit“, der die kapitalistische Gesellschaft, wie er sie damals in den USA vorfand, kritisierte. In den 50er und 60er Jahren engagierte sich der Psychoanalytiker in der Friedensbewegung und gegen den Vietnam-Krieg.

Der Referent stellt diese faszinierende Biografie vor und beleuchtet, welche Erkenntnisse Fromm aus seiner Arbeit gewonnen hat.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip "Pay what you like." (=Zahle, was Du magst.)

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Torsten Reters 17.12.20 1* Do: 19:00-21:15 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0518w@220
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Gustav Flohr. Noch ein Partisan.

Ein Remscheider Kommunist, Klempner, Spanienkämpfer und Bürgermeister

Der Arbeitersohn, Kommunist und spätere Remscheider Oberbürgermeister Gustav Flohr (1895–1965) war zutiefst geprägt vom Kampf gegen den Faschismus und Streit der Systeme im 20. Jahrhundert. Erst in der SPD, dann in der KPD kämpfte er im Spanischen Bürgerkrieg, in der französischen Résistance und arbeitete für den US-Geheimdienst OSS. Nach 1945, als Politiker in Remscheid, ließ Flohr sich 1956 von der Stasi als geheimer Mitarbeiter anwerben. In seinem beeindruckenden Leben spiegelt sich die Zerrissenheit der deutschen Arbeiterbewegung vor und nach dem Zweiten Weltkrieg wider. Der Politologe Jörg Becker hat Flohrs unveröffentlichte Schriften ediert und kommentiert, darunter hochinteressante Briefe und Notizen über die inneren Verhältnisse des Deutschen Reichs, die NS-Verfolgung und den linken Widerstand gegen Hitler.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip Pay what you like." (Zahle, was Du magst.)

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Prof. Dr. Jörg Becker 18.2.21 1* Do: 19:00-20:30 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-2201w@121
0.00 €
Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Through the darkest of times: Können Videospiele ein Teil unserer Erinnerungskultur sein?

Politische Runde mit Jörg Friedrich

Through the darkest of times (dt: Durch die dunkelsten Zeiten) ist ein historisches Strategiespiel über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus während des Dritten Reichs in Berlin. Das Computerspiel versetzt die/den Spieler*in in das Berlin der 1930er Jahre und gibt ihr/ihm eine schwierige Aufgabe an die Hand: Den Widerstand gegen die Nationalsozialisten zu organisieren. Das erste Spiel des Berliner Paintbucket-Studios hat viele positive Rezension in- und außerhalb der Computerspielwelt erhalten. Through the darkest of times erhielt 2020 den Deutschen Computerspielepreis in der Kategorie „Bestes Serious Game“. In der Politischen Runde berichtet Studio-Mitgründer Jörg Friedrich über die Idee des Spiels und beantwortet die Frage, wie Computerspiele Teil unserer historischen Erinnerungskultur werden können.

Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip Pay what you like." (Zahle, was Du magst.)

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Jörg Friedrich 22.2.21 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
A011 (Forum)
10-1103w@121
0.00 €
wenige Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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