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Bildungsscheck NRW

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds gibt es seit 2006 in NRW das Förderprogramm "Bildungsscheck NRW". Mit dem Programm fördert das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung.

Der Bildungsscheck soll insbesondere Beschäftigte, Berufsrückkehrende, Selbständige und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Beschäftigungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit durch lebensbegleitendes Lernen zu verbessern. Der Bildungsscheck soll nur für Angebote der beruflichen Weiterbildung eingesetzt werden, die Fachwissen und fachübergreifende Kompetenzen zur Anwendung dieses Wissens vermitteln.

 

Folgende Förderkonditionen gelten seit dem 01.03.2019:

 

Zielgruppen des Bildungsschecks im individuellen Zugang sind:

  • Personen über 16 Jahre, die ihren Wohnsitz in NRW haben und eine berufliche Weiterbildung planen.

 

Weitere Konditionen:

  • Einkommensgrenze: Das zu versteuernde Jahreseinkommen bei Einzelveranlagung muss über 20.000,00 EUR und unter 40.000,00 EUR liegen. Bei gemeinsamer Veranlagung muss das gemeinsame zu versteuernde Jahreseinkommen über 40.000,00 EUR und unter 80.000,00 EUR liegen.
  • Anzahl: Je Kalenderjahr kann ein Bildungsscheck ausgegeben werden.
  • Förderhöhe: 50 % der Kurskosten, höchstens 500,00 EUR pro Bildungsscheck.

 

Nachweise:

  • Ihr Einkommensteuerbescheid vom Finanzamt oder
  • eine unterschriebene Erklärung einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters bzw. einer Fachanwältin oder eines Fachanwaltes für Steuerrecht oder eines Lohnsteuerhilfevereins über das zu versteuernde Jahreseinkommen oder
  • die Bescheinigung einer Behörde, aus der Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen hervorgeht.

 

Aus den Nachweisen muss ersichtlich sein, dass es sich um die beratene Person handelt und wie hoch das alleinige oder gemeinsame zu versteuernde Jahreseinkommen ist. Der Nachweis darf zum Zeitpunkt der Ausgabe des Bildungsschecks nicht älter als drei Jahre sein und verbleibt als Kopie in der entsprechenden Beratungsstelle, um anschließend an die zuständige Bezirksregierung weitergeleitet zu werden.


Betrieblicher Zugang

Im betrieblichen Zugang richtet sich der Bildungsscheck insbesondere an Unternehmen in privatem Besitz. Unternehmen mit mindestens einen und weniger als 250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und einen Sitz der Arbeitsstätte in NRW, können für die berufliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen einen Zuschuss über Bildungsschecks erhalten.

Folgende Konditionen gelten seit dem 01.03.2019:

  • Betriebsgröße: Das Unternehmen muss mindestens einen und darf maximal 249 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) haben. (Ein entsprechender Nachweis muss firmenintern vorliegen)
  • Anzahl: Im Zeitraum von einem Kalenderjahr kann ein Unternehmen bis zu zehn Bildungsschecks erhalten.
  • Förderhöhe: 50% der Kurskosten, höchstens 500,00 EUR pro Bildungsscheck.
  • Nachweise: Eine subventionserhebliche Erklärung muss durch den Geschäftsführer abgegeben werden.

 

Mit dem Bildungsscheck NRW sollen Angebote gefördert werden, die der beruflichen Weiterbildung dienen und noch nicht begonnen haben. Dies können neben originärem Fachwissen, der Nachqualifizierung im Rahmen des Anerkennungsverfahrens oder dem Nachholen von Berufsabschlüssen auch fachübergreifende Themen sein, wie sie z.B. in Sprach- und EDV-Kursen oder in Kommunikations- oder Präsentationstrainings vermittelt werden.

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*Die Erfüllung der genannten Bedingungen stellt keinen Rechtsanspruch auf die Ausstellung eines Bildungsschecks NRW dar.

Hier finden Sie noch weitere Informationen zum Thema Bildungsscheck NRW