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vhs-wissen-live - das digitale Wissenschaftsprogramm

Vorträge als Livestream

Mit Beginn des zweiten Halbjahres 2020 nimmt die Bergische Volkshochschule das digitale Bildungsangebot von "vhs wissen live" ins Programm. Initiiert von der Volkshochschule Südost im Landkreis München sowie der Volkshochschule Erding, bietet die Plattform ein hochwertiges Vortragsangebot aus Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft. Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem die Max-Planck-Gesellschaft, das Goethe-Institut sowie die Süddeutsche Zeitung. Höchste wissenschaftliche und publizistische Aktualität ist somit gewährleistet.

Dabei steht Ihnen das Angebot entgeltfrei zur Verfügung. Sie können die für Sie interessanten Vorträge als Livestream verfolgen und sich an Diskussionen oder Fragerunden über den Live-Chat beteiligen. Die technischen Anforderungen an Ihre Geräte daheim sind gering. Erforderlich ist nur Ihre Anmeldung für den gewählten Vortrag bei der Bergischen Volkshochschule und das Hinterlegen einer Mailadresse. Die Zugangsdaten zur Veranstaltung erhalten Sie zeitnah, aber rechtzeitig zur gewünschten Veranstaltung.

Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Islamwissenschaft und Arabistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im Jahr 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
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Thomas Bauer 12.1.21 1* Di: 19:30-21:00 (Auswä)
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10-9001s@121
0.00 €
wenige Plätze frei

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Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung

Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer*innen erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.

Thomas Bauer ist Professor für Islamwissenschaft und Arabistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Im Jahr 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet.

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Thomas Bauer 15.1.21 1* Fr: 19:30-21:00 (Auswä)
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wenige Plätze frei

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Schönheit der Tiere - Evolution biologischer Ästhetik

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft

Die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Biologin Christiane Nüsslein-Volhard erläutert in diesem Vortrag, welche Funktionen visuelle Attraktion bei Tieren besitzt. Natürliche „standards of beauty“ sind, im Anschluss an Darwin, Resultat und Motor zweigeschlechtlicher Fortpflanzung, wobei die relativ schmucklose Oberfläche des Menschen enorme Gestaltungsspielräume ermöglicht. Körperliche Signale – Farben, Töne, Gerüche – besitzen zugleich eine umfassendere kommunikative Funktion im interspezifischen Zusammenleben von Tier- und Pflanzenarten. Wie kommt es aber zur Ausbildung von Farben und Mustern an der Körperoberfläche? Erst in jüngster Zeit ist es gelungen, die molekulargenetischen Mechanismen zu entschlüsseln, die zur Farbproduktion und -verteilung führen. Im zweiten Teil ihres Vortrages zeichnet Frau Nüsslein-Volhard die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte nach und fasst ihre bahnbrechenden Studien zum Zebrafisch – ihrem Modellorganismus – zusammen.

Prof. Christiane Nüsslein-Volhard ist emeritierte Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen und seit 2013 Kanzlerin des Ordens Pour le Mérite.

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Prof. Dr. Christiane Nüsslein-Volhard 4.2.21 1* Do: 19:30-21:00 (Auswä)
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Syria, Libya and beyond - Militärische Interventionen und Völkerrecht

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft

Das Völkerrecht verbietet es Staaten, in ihren Beziehungen Gewalt auszuüben– dies allerdings nicht ausnahmslos: Staaten dürfen sich gegen bewaffnete Angriffe verteidigen, sie dürfen militärischen Interventionen externer Akteure zustimmen und der UN-Sicherheitsrat verfügt über die Kompetenz, militärisches Eingreifen zu autorisieren. Vor dem Hintergrund dieser Regeln des Friedenssicherungsrechts und der Interventionen in Libyen und Syrien wendet sich der Vortrag folgenden Fragen zu: Unter welchen Umständen erlaubt das Völkerrecht militärische Interventionen externer Akteure? Unter welchen Voraussetzungen sollte es diese erlauben? Wann sind Interventionen ein Gebot, wann eine Gefahr?

Privatdozentin Dr. iur. Paulina Starski ist Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg und seit April 2020 Lehrstuhlvertreterin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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Dr. Paulina Starski 11.2.21 1* Do: 19:30-21:00 (Auswä)
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Rassismus in den USA

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung

Der Rassismus in seinen vielfältigsten Formen, einmal gegenüber Schwarzen, zum anderen aber auch gegenüber Juden, Iren oder Asiaten, zählt gemeinhin als die Ursprungssünde der Demokratie in den Vereinigten Staaten. Der Vortrag leuchtet die historischen Wurzeln dieses komplexen Phänomens aus, stellt sich aber darüber hinaus auch der Frage, was systemischer Rassismus in der Gegenwart der USA trotz aller Erfolge der Bürgerrechtsbewegungen konkret bedeutet.

Dr. Michael Hochgeschwender ist Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Prof. Dr. Michael Hochgeschwender 22.2.21 1* Mo: 19:30-21:00 (Auswä)
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Friedensprojekt Europa?

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung

Ist der stabile Friede in Europa gefährdet? Zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird aus guten Gründen der Friede zu den hauptsächlichen Errungenschaften des europäischen Einigungsprozesses gezählt. Heute aber stellt sich nicht nur die Frage, ob dieser Friede in Richtung auf verstärkten Nationalismus gefährdet sein könnte. Es ist vielmehr auch offen, ob Europa bei einer gelingenden Verstärkung der gemeinsamen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik lediglich zu einer weiteren eigeninteressierten Großmacht auf globaler Ebene werden wird. Muss Europa nicht auch in der Politik gegenüber Staaten, die der europäischen Friedensordnung nicht angehören, den Prinzipien folgen, die sich als so segensreich für Europa erwiesen haben? Der Vortrag versucht, anhand historischer Überlegungen diesen Fragenkomplex aufzuhellen.

Hans Joas ist Professor an der Berliner Humboldt-Universität.

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Prof. Dr. Hans Joas 4.3.21 1* Do: 19:30-21:00 (Auswä)
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Grausamkeit, Gottesfurcht und Verzweiflung. König Friedrich Wilhelm I. und der preußische Mythos

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung

Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der „Soldatenkönig“ (1688-1740), traumatisierte seinen Sohn, verprügelte seine Töchter, demütigte seine Beamten, verabscheute die Gelehrten, verachtete den Adel, verspottete die Frauen, war legendär geizig und detailversessen, rauchte, trank, fluchte und tobte, hielt aber peinlich auf Sauberkeit, Drill und strengste Frömmigkeit. Mit seinem bizarren Verhalten desavouierte er sämtliche Normen und Werte seiner Zeit. Im preußisch-deutschen Nationalmythos des 19. und 20. Jahrhunderts gilt er dagegen, für manche noch heute, als „Erzieher des deutschen Volkes zum Preußentum". Der Vortrag geht zwei Fragen nach: erstens, wie die Betroffenen damals mit dem Tyrannen umgingen, und zweitens, wie der extreme Deutungswandel zu erklären ist.

Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin.

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Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger 21.4.21 1* Mi: 19:30-21:00 (Auswä)
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Eva Perón – Eine argentinische Ikone

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung

Der Peronismus prägt Argentinien bis heute. Seine bekannteste Repräsentantin, Eva Perón, von ihren Anhängerinnen und Anhängern Evita genannt, ist im kollektiven Gedächtnis des Landes und darüber hinaus noch immer präsent. Dazu hat das Musical “Evita“ von Andrew Lloyd Webber beigetragen, das eine machtgierige, autoritäre Präsidentengattin zeigt, die für ihre Karriere über Leichen geht. Peronistinnen hingegen – und zu ihnen zählt die aktuelle Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner – verteidigen Eva Perón als „Mutter der Armen“, als „Märtyrerin der Unterdrückten“ und erste Feministin in einem konservativen Land, die das Frauenwahlrecht durchzusetzen vermochte. Der Vortrag setzt sich mit dem Aufstieg der Argentinierin vom „Aschenputtel“ zu einer der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit auseinander und stellt dar, was die Faszination von Eva Perón ausmacht, warum sie von Gegnerinnen und Gegnern so gehasst wurde und welcher Mythos bis heute weiterlebt.

Prof. Dr. Ursula Prutsch ist Professorin für Amerikanische Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Biographin Eva Peróns.

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Prof. Dr. Ursula Prutsch 14.4.21 1* Mi: 19:30-21:00 (Auswä)
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Anspruch auf heiligen Boden: Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tempelberg

Livestream einer „VHS-Wissen live"-Veranstaltung

Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der zuerst von den Babyloniern und nach der Wiedererrichtung von den Römern erneut zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden – anders als in byzantinischer Zeit – erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt auf arabischer Seite, als Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten.

Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelberg-Plateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Areal der Moscheen beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.

Dr. Joseph Croitoru ist Historiker, freier Journalist und Autor.

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Dr. Joseph Croitoru 28.4.21 1* Mi: 19:30-21:00 (Auswä)
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Navid Kermani im Gespräch mit Prof. Michael Brenner

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Navid Kermani ist freier Schriftsteller und habilitierter Orientalist. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Hamburger Akademie der Wissenschaften. Für sein akademisches und literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und zuletzt mit der Buber-Rosenzweig-Medaille.

Michael Brenner ist Professor für jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

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Dr. Navid Kermani 27.5.21 1* Do: 19:30-21:00 (Auswä)
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