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Inhaltsverzeichnis

Thema heute...

Vorträge zur Stadtgeschichte

Wuppertal

"Bildung für alle" als Schule der Demokratie

100 Jahre Volkshochschule(n) im Wuppertal. Die Ausstellung

Die Volkshochschule(n) in Wuppertal sind etwas ganz Besonderes: Sie können gleich zweimal ihr 100jähriges Bestehen feiern. Wie das? Vor einhundert Jahren, zu Beginn der Weimarer Republik, wurde die Forderung Bildung für alle gleichsam zum Motto für eine neue Schule der Demokratie. Wie jeder demokratische Staat brauchte auch die entstehende Republik Bürger, die sie trugen, wenn nicht ihre Existenz von Beginn an gefährdet werden sollte. Im Artikel 148 der Weimarer Reichsverfassung von 1919 wurde dann auch die Förderung des Bildungswesens, einschließlich der Erwachsenenbildung, erstmalig gesetzlich verankert. Im Juni nahm in Elberfeld die Volkshochschule ihre Arbeit auf, indem sie ein erstes Programm vorlegte, das insbesondere auch die Arbeiterschaft erreichen sollte.

Damit war sie allerdings in Wuppertal keineswegs ein Pionier: Schon 1912 gab es im benachbarten Barmen eine Art Vorläufer in vordemokratischer Zeit, der aber letztlich eine Episode blieb. Nach 1919 folgte dann eine echte Gründungswelle von Volkshochschulen im ganzen Land, die geradezu Erfolgsgeschichte in Sachen demokratischer Bildung schrieben. Die Ausstellung mit seltenen Archivalien, Dokumenten und Bildern aus einer bewegten Zeit der Aufbrüche berichtet jetzt im Fuhlrott Foyer der Bergischen VHS über die Frühgeschichte derjenigen Institution, die einst ein großes Versprechen formulierte: Bildung für alle zu ermöglichen.

Die Ausstellung ist zu sehen vom 3.6. bis zum 5.7.19. Öffnungszeiten: Mo-Fr 8:00 -21:00, Sa/So 9:00-17:00. Der Eintritt ist frei.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
3.6.-5.7.19 30* Mo-Sa: 08:00-17:45 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
Fuhlrott-Foyer
10-0422w@119
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Das Leben der Helene Stöcker

mit Dr. Kerstin Wolff (Archiv der deutschen Frauenbewegung)

Vor 150 Jahren wurde in Elberfeld die später berühmte Frauenrechtlerin, Friedensaktivistin und Sexualreformerin Helene Stöcker geboren, die in ihrem Denken und in ihrer publizistischen Tätigkeit der Zeit weit voraus war. Obwohl ein Universitätsstudium damals reine „Männersache“ war, gelang es ihr, in Bern zu promovieren und avancierte danach zu einer der prominentesten Frauenrechtlerinnen ihrer Zeit. Sie setzte sich insbesondere für die sexuelle Befreiung der Frauen ein und stieß mit ihren Themen auf breite Resonanz. Als radikale Pazifistin forderte sie unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs nicht weniger als die Abschaffung der Reichswehr und anderer Armeen. 1933 floh sie vor den Nationalsozialisten nach Schweden und gelangte später in die USA, wo sie 1943 völlig verarmt starb. Dr. Kerstin Wolff vom Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel erinnert in der Politischen Runde an diese heute weitgehend vergessene streitbare Lebensreformerin und "Philosophin des Alltags".

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Kerstin Wolff 27.5.19 1* Mo: 19:30-21:45 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
10-0507w@119
6.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Schnee von gestern? Die Wuppertaler Geschichte und das neue Historische Zentrum

Dr. Lars Bluma (Historiker, Leiter HZ) im Gespräch

Da feiert eine eher junge Stadt gerade einmal ihren 90. Geburtstag, verfügt aber über ein „Historisches Zentrum“, das manche gern schon mal mit dem historisch geografischen Mittelpunkt von Wuppertal verwechseln. Das ist zwar angesichts des langgestreckten Stadtbildes ein reichlich seltsames Missverständnis, dennoch fragen viele Bürger*innen nach der eigentlichen Berechtigung der Inszenierung von Stadtgeschichte in einem „Museum“. Ist Geschichte also „Schnee von gestern“, ein insgesamt teurer Luxus, der nur wenige interessiert? Historiker von nah und fern sehen das anders. Für sie sind vor allem die ehemals selbständigen Industriepioniere Elberfeld und Barmen die Boomtowns des 19. Jahrhunderts in Deutschland schlechthin. Nicht wenigen gelten beide als historische Modernisierungszentren ersten Ranges, deren Geschichte zu zeigen sich lohnt. In der Politischen Runde ist jetzt der „neue“ Leiter des Historischen Zentrums zu Gast, der aktuell die Mammutaufgabe zu bewältigen, einen beachtenswerten Beitrag zum Engels-Jahr 2020 zu leisten und dem dann –hoffentlich- zu eröffnenden Museum für Frühindustrialisierung ein neues Konzept und ein neues Gesicht zu verleihen. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Lars Bluma 4.11.19 1* Mo: 19:30-21:00 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
10-0400w@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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Vor der Industrialisierung: Das Wuppertal des 18. Jahrhunderts

Es soll Stadtführer in Wuppertal geben, die den Beginn der Geschichte des Tals mit dem 19. Jahrhundert beginnen lassen. Das ist auf der einen Seite völlig falsch, auf der anderen Seite aber nachvollziehbar, denn die Industrialisierung, vor allem die des 19. Jahrhunderts, prägte die Entwicklung der Stadt Wuppertal enorm. Diese Entwicklung aber hat eine ganz eigene Geschichte, deren Grundlagen im Zeitalter der Aufklärung liegt. Sie hat mit einem bergischen Herrscher zu tun, der sich an Gesetze hielt, die ihm schadeten, aber für die Bevölkerung ein Glück waren. Solche Kontexte sollen in der Veranstaltung aufgezeigt und näher betrachtet werden. Der Eintritt ist frei. Es gilt das Prinzip „Pay what you like“.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Heiko Schnickmann 15.11.19 1* Fr: 19:00-20:30 (W-Elb) Auer Schulstr. 20
Google Maps
B220
10-0402w@219
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
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